Evaluation und Praxisforschung

Camino verfügt über langjährige Erfahrung in der Durchführung von Praxisforschungen, Evaluationen und wissenschaftlichen Begleitungen von Programmen, Modellprojekten und Maßnahmen.
Evaluationen zielen auf die Verbesserung gesellschaftlicher Praxis, indem sie Erfahrungen systematisch beschreiben und bewerten. Dabei werden Daten erhoben, ausgewertet und interpretiert, um Entscheidungen zur Verbesserung der Praxis zu treffen und möglicherweise Veränderungen einleiten zu können.
Der Ausgangspunkt für Evaluationen können Fragestellungen an die Praxis sein oder das Anliegen, die Praxis anhand von (Qualitäts-)kriterien zu bewerten und Schlussfolgerungen für die Stabilisierung oder Veränderung abzuleiten. Dabei werden zunächst geeignete Methoden ausgewählt, um die erforderlichen Daten zu erheben, die anschließend ausgewertet und interpretiert werden.
Alle Evaluationen von Camino sind durch ein prozesshaftes Vorgehen und durch kontinuierliches Rückmelden von Zwischenergebnissen gekennzeichnet. Ergebnisse werden direkt in die Praxis rückgespiegelt; es werden Fehlentwicklungen aufgezeigt bzw. Modifizierungen vorgeschlagen. Somit ist die Chance gegeben, mögliche Fehlentwicklungen zu korrigieren und die Praxis zu optimieren.


Formative und summative Evaluationen

Evaluationen können sowohl formativ als auch summativ angelegt sein. Formativ bedeutet, dass die begleitende Evaluation auf die Verbesserung der Arbeit im Prozess zielt. Zentrale Fragen sind die nach den konkreten Umsetzungsformen und Strukturen. Formative Evaluationen zielen auf die Prozess- und Strukturqualität und wirken aktiv gestaltend, prozessorientiert und kommunikationsfördernd. Summativ bedeutet, dass Evaluationen stärker zusammenfassend, bilanzierend und ergebnisorientiert sind. Die Praxis wird bewertet hinsichtlich der Zielerreichung und der Wirkungen. Der summative Aspekt zielt in erster Linie auf die Ergebnisqualität.

Quantitative und qualitative Erhebungsverfahren

Grundsätzlich sind qualitative und quantitative Verfahren zur Datengewinnung und -auswertung zu unterscheiden. Bei quantitativen Verfahren stehen Messgrößen in Form von Fakten und Zahlen im Vordergrund und es werden Zählergebnisse bewertet. Mit quantitativen Verfahren sind Aussagen über die Verbreitung und Häufigkeit bestimmter Merkmale möglich. Im Unterschied dazu stehen bei qualitativen Verfahren die Individualität und Subjektivität bestimmter Sichtweisen im Mittelpunkt. Es sind eher Aussagen über Zusammenhänge und Kontexte möglich. Grundsätzlich dienen quantitative Verfahren eher zur Gewinnung von generellen Basisinformationen zu Verbreitung und Häufigkeit und über mögliche Effekte der Praxis, während die qualitativen Verfahren tiefergehende Aufschlüsse über Wirkungsweisen und strukturelle Zusammenhänge ermöglichen. Häufig erweist sich ein Mix aus beiden Verfahren als sinnvoll.

Angeleitete Selbstevaluation

Die Durchführung von Evaluationen ist als externe Evaluation oder als interne (Selbst-)evaluation möglich. Selbstevaluation ist eine Form der Evaluation durch die Akteure der Praxis selbst. Der Gegenstand ist die eigene Arbeitspraxis. Hier haben sich Verfahren der angeleiteten Selbstevaluation bewährt, bei denen die Praxisakteure selbst die Entscheidungen über Fragestellungen, Methoden der Datengewinnung, Auswertungen, Interpretationen und Schlussfolgerungen treffen und die Instrumente eigenständig anwenden, sie dabei aber eine kontinuierliche Anleitung, Begleitung und Unterstützung von außen erhalten. Je nach Fragestellung und Anliegen, Zweck und Kontext der Selbstevaluation ist zu entscheiden, ob quantitativ oder qualitativ ausgerichtete Verfahren angewandt werden sollen oder eine Kombination aus beidem.

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