Koordinierungsstelle des Lokalen Aktionsplanes Friedrichshain-Kreuzberg

Externe Koordinierungsstelle des Lokalen Aktionsplanes Friedrichshain-Kreuzberg
gefördert im Rahmen der Bundesprogramme „VIELFALT TUT GUT“ sowie „Toleranz fördern, Kompetenz stärken“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2007 bis 2013)

Durch Bundesprogramme des BMFSFJ wird im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ein Lokaler Aktionsplan (LAP) mit dem Ziel gefördert, Vielfalt, Demokratie und Toleranz vor Ort zu stärken und langfristige, stabile Netzwerke gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung aufzubauen. Lokale Aktionspläne sind Handlungskonzepte, die sich an den Problemlagen vor Ort orientieren und deren Ziel es ist, kommunale und zivilgesellschaftliche Akteure zu vernetzen, um gemeinsam Strategien gegen rechtsextreme, rassistische und diskriminierende Tendenzen zu entwickeln und konkrete Maßnahmen umzusetzen. Die Externe lokale Koordinierungsstelle wurde von 2007 bis 2013 von Camino betreut.

Zu den Aufgaben der Lokalen Koordinierungsstelle gehörten erstens die Koordination der Umsetzung des Lokalen Aktionsplans sowie eine entsprechende Konzept- und Strategieentwicklung. Dazu zählten beispielsweise die Entwicklung eines Handlungskonzeptes und eine partizipative Zielentwicklung mit Leit-, Mittler- und Handlungszielen. Zweitens hatte die Lokale Koordinierungsstelle die Geschäftsführung des Begleitausschusses, der das zentrale Steuerungsgremium des Lokalen Aktionsplanes darstellt, inne und bereitete inhaltlich und organisatorisch die Sitzungen des Begleitausschusses vor. Drittens fiel in den Arbeitsbereich der Koordinierungsstelle die Erstellung und Verbreitung von Projektaufrufen, die Beratung der Einzelprojektantragssteller, die Entwicklung von Projektvorschlägen und die Beratung und Begleitung der Träger, die Einzelprojekte im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes durchführten (z.B. durch regelmäßige Projekttreffen). Viertens wurden Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit umgesetzt, um den Bekanntheitsgrad des Lokalen Aktionsplanes zu erhöhen (wie beispielsweise Veranstaltungen zur Präsentation der Ergebnisse der Einzelprojekte). Fünftens war die Lokale Koordinierungsstelle für Qualitätsentwicklung und Monitoring/Controlling des Lokalen Aktionsplans zuständig. Dazu wurde jährlich ein Logisches Modell entwickelt, das Problemlagen, Ziele und Aktivitäten umfasste. Die Träger der Einzelprojekte wurden im Hinblick auf Selbstevaluationsmaßnahmen unterstützt. So wurden bspw. mit den Trägern zu Projektbeginn Zielvereinbarungen abgeschlossen.
Als wichtige Ergebnisse des LAP können unter anderem der Aufbau von neuen lokalen Netzwerken gegen Rassismus und Rechtsextremismus, die Professionalisierung von kleinen Initiativen und Unterstützung von engagierten Bewohner/innen sowie die Erprobung und Etablierung innovativer Projektansätze (wie z.B. das Register in Friedrichshain) genannt werden. Die Lokale Koordinierungsstelle arbeitete sehr eng mit der internen Koordinierung des Lokalen Aktionsplans – bei der Integrationsbeauftragten des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg – zusammen. Im Jahr 2014 übernahm Camino die Beratung der Internen Koordinierungsstelle bei der Umsetzung des LAP und der Weiterentwicklung des Aktionsplanes im Hinblick auf das neue Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des BMFSFJ, das 2015 startet.

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