Erstellung von Situations- und Ressourcenanalysen für Partnerschaften für Demokratie

Projektformat: Evaluation/Wissenschaftliche Begleitung

Auftraggeber/Fördergeber: Partnerschaften für Demokratie

Projektdurchführende: Sabine Behn, Dorte Schaffranke, Victoria Schwenzer, Dr. Sarah Riese, Moritz Konradi, Dr. Britta Elena Hecking, Dana Breidscheid, Sarah Vollmer, Philippe Greif, Charlotte Fehr, Marie Bohla, Dr. Albrecht Lüter, Willi Imhof

Laufzeit: 01.01.2025 – 30.06.2026

Projektbeschreibung

Mit den Partnerschaften für Demokratie (PfD) werden Kommunen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ dabei unterstützt, Handlungskonzepte für eine lebendige, demokratische Gesellschaft und zivilgesellschaftliches Engagement vor Ort zu entwickeln und umzusetzen. Dafür analysieren Akteur*innen der Partnerschaft die lokalen bzw. regionalen Herausforderungen, denen sie sich in ihrer Arbeit widmen. 

Camino erstellt zurzeit Situations- und Ressourcenanalysen für die Partnerschaften für Demokratie in Windeck (Nordrhein-Westfalen), Lübeck, Neumünster und Schenefeld (alle Schleswig-Holstein), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Bautzen, Görlitz, Zittau und Weißwasser (Sachsen), Hersfeld-Rothenburg, Runkel und Villmar, Westerwald (alle Hessen), Kronach (Bayern) und Hoher Fläming (Brandenburg).

In eine Situations- und Ressourcenanalyse für eine PfD werden möglichst alle relevanten lokalen Akteur*innen aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen und mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten eingebunden werden. Aktuelle Herausforderungen und die Situation in der Kommune werden in Bezug auf beispielsweise folgende Schwerpunkte analysiert und Handlungsbedarfe benannt: 

• Prävention von Extremismus, demokratie- und menschenfeindlichen Bewegungen und Einstellungen,

• Förderung von Vielfalt und Auseinandersetzung mit Rassismus und Diskriminierung,

• Förderung von Demokratie, insbesondere Partizipation und Teilhabe verschiedener Gruppen in der Kommune, insbesondere Jugendliche, sozial marginalisierte Gruppen, von Diskriminierung Betroffene. 

Die in den Kommunen zur Bearbeitung der Herausforderungen vorhandenen Ressourcen hinsichtlich zivilgesellschaftlicher Akteur*innen und kommunaler Akteur*innen aus Politik und Verwaltung, Träger und Angebotsstruktur werden ebenfalls erfasst.

Die Analyse beruht somit auf der Fachexpertise und den Einschätzungen von Fachkräften und Expert*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung. Das Einbeziehen lokaler Akteur*innen setzt Impulse für deren weitere Beteiligung an der PfD und fördert zudem ein koordiniertes und vernetztes Vorgehen bei der gemeinsamen Erarbeitung von Zielstellungen, der Erstellung von Handlungskonzepten und Strategien für die Kommune sowie für zivilgesellschaftliches Engagement. 

Das Vorgehen bei der Erarbeitung der Situations- und Ressourcenanalyse basiert auf einem multimethodischen und mehrperspektivischen Vorgehen.

• Abstimmung und Festlegen von drei bis fünf Themenschwerpunkten in enger Abstimmung mit dem federführenden Amt und der Koordinierungs- und Fachstelle (KuF).

• Dokumentenanalyse: Die Analyse von bereits vorhandenen Konzepten, Berichten und weiteren Dokumenten ermöglicht einen ersten Überblick über die Situation in der Kommunen; sie wird während des Prozesses fortgeführt. 

• Fokusgruppendiskussionen und Interviews: Zu den festgelegten Themenschwerpunkten werden Fokusgruppendiskussionen mit thematisch relevanten Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung zu aktuellen Herausforderungen, Handlungsbedarfen und vorhandenen Ressourcen geführt, die durch Einzelinterviews ergänzt werden.

• Werkstattgespräch: Eine erste Auswertung der Erhebungen wird in einem Werkstattgespräch vorgestellt, zu dem möglichst breit Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung eingeladen werden. Die Ergebnisse werden vorgestellt, diskutiert, ergänzt und erste Empfehlungen entwickelt, insbesondere zu den Handlungsbedarfen.

• Gesamtauswertung und Bericht: Die Ergänzungen aus dem Werkstattgespräch werden in die Gesamtauswertung aufgenommen und in einem Bericht zur Situations- und Ressourcenanalyse dargelegt.

Mit der Situations- und Ressourcenanalyse wird eine Basis für die Konkretisierung von Zielstellungen und die Entwicklung von Maßnahmen geschaffen.