Evaluation des Programms „Bildung gegen Antisemitismus“ der Baden-Württemberg-Stiftung

Projektformat: Evaluation/Wissenschaftliche Begleitung

Auftraggeber/Fördergeber: Baden-Württemberg-Stiftung

Projektdurchführende: Victoria Schwenzer, Philippe Greif, Dr. Burglinde Hagert

Laufzeit: 17.05.2026 – 30.06.2028

Projektbeschreibung

Gegenstand der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation ist das Programm Bildung gegen Antisemitismus der Baden-Württemberg-Stiftung. Es richtet sich an Bürger*innen, Berufstätige, Vereine, Auszubildende, Jugendliche, Kinder, Studierende und Wissenschaftler*innen. Das Programm möchte auf einen gesellschaftlich virulenten Antisemitismus reagieren, der sich seit einigen Jahren in steigenden Zahlen antisemitischer An- und Übergriffe zeigt. Dazu fördert das Programm in seiner ersten Ausschreibungsphase 11 Projekte in zwei Förderlinien, die auf intersektorale Kooperation und Skalierung (Förderlinie A) sowie auf Innovation und Niedrigschwelligkeit (Förderlinie B) setzen. 

Da sich das Programm als lernendes Programm versteht und sich kontinuierlich weiterentwickeln möchte, ist die Programmevaluation formativ angelegt, das heißt Evaluationsergebnisse werden im laufenden Prozess kontinuierlich zurückgespiegelt, um noch während der Umsetzung Anpassungen z.B. im Hinblick auf die Zielgruppenerreichung, die Kooperationsformate oder die Ausgestaltung der Bildungsangebote vornehmen zu können. Es wird ein Mixed-Methods-Design angewendet, das quantitative und qualitative Erhebungen kombiniert. Das Design ist mehrperspektivisch, indem es unterschiedliche Perspektiven der an der Umsetzung beteiligten Akteure in den beiden Förderlinien des Programms einbezieht, und ist multimethodisch, indem es unterschiedliche anerkannte qualitative und quantitative Erhebungs- und Auswertungsverfahren der empirischen Sozialforschung einsetzt. Die Ergebnisse der unterschiedlichen Erhebungen und Analysen werden zusammengeführt und orientiert an den verschiedenen Fragestellungen verknüpft. Die so stattfindende daten- und ergebnisbasierte Triangulation gewährleistet eine Validierung der Befunde und ermöglicht belastbare Aussagen zu den genannten Ziel- und Fragestellungen. Teil der wissenschaftlichen Begleitung sind ferner Selbstevaluationsworkshops, die der Selbstreflexion sowie Austausch- und Lernformate für die Projekte dienen, die dem gegenseitigen Befruchten der 11 Einzelprojekte dienen.

Link zum Programm auf den Seiten der Baden-Württemberg-Stiftung: https://www.bwstiftung.de/de/programme/bildung-gegen-antisemitismus