Evaluation des Förderbereichs Menschenrechte von Brot für die Welt

Projektformat: Evaluation/Wissenschaftliche Begleitung

Auftraggeber/Fördergeber: Brot für die Welt

Projektdurchführende: Jasmin Rocha, Sabine Behn, Till Sträter, Wolfgang Stuppert

Laufzeit: 01.08.2016 – 31.03.2018

Von August 2016 bis März 2018 waren wir mit der Evaluation des Förderbereichs Menschenrechte von Brot für die Welt betraut. Dies ist die vierte so genannte Förderbereichsevaluation, die Brot für die Welt im Rahmen der zwischen den kirchlichen Zentralstellen und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) vereinbarten Leitlinien zur Erfolgskontrolle durchführt. Ihr Gegenstand sind 289 zwischen 2012 und 2015 bewilligte finanzielle Maßnahmen und zwölf Projekte der personellen Förderung, die auf fünf Kontinenten ein breites Spektrum von Zielen anstreben.

Unser methodisches Vorgehen richtet sich nach den OECD/DAC-Evaluationskriterien und konzentriert sich auf Fragen der Relevanz, Effektivität, Effizienz, übergeordneten entwicklungspolitischen Wirkungen und der Nachhaltigkeit. Der Komplexität des Evaluationsgegenstandes begegnen wir mit einem Evaluationsdesign, das quantitative und qualitative Erhebungs- und Analysemethoden integriert, gewonnene Erkenntnisse trianguliert und damit belastbare Ergebnisse liefert. In einer ersten Phase, der Deskphase, untersuchten wir das ganze Spektrum von Projekten. So führten wir eine Befragung aller Projektpartner durch, betrachteten die Wirkungen der Projekten im Rahmen einer Meta-Analyse von Projektevaluationen und entwickelten auf Basis einer standardisierten qualitativen Dokumentenanalyse von achtzig zufällig ausgewählten Projekten eine Typologie der Projekte. Die Wirkungslogik des Förderbereichs rekonstruierten wir mit partizipativen Methoden im Rahmen eines Workshops. In der zweiten Phase, der Feldphase, lag der analytische Fokus vor allem auf Fragen des „Wie?“ und „Warum?“, z.B.:

  • Wie nutzen die Partner Menschenrechtsinstrumente, um ihre Ziele zu erreichen und Rechte möglichst nachhaltig und breitenwirksam durchzusetzen?
  • Wie wird Menschenrechtsarbeit in unterschiedlichen Kontexten gestaltet?
  • Wie werden Rechteinhaber/innen, insbesondere Frauen und Betroffene multipler Diskriminierungen, ermächtigt und mit welchem Nachhaltigkeitspotenzial?
  • Wie gehen Partnerorganisationen mit Risiken um?
  • Inwieweit schaffen die Projekte Voraussetzungen für nachhaltige Wirkungen?

Im Sommer 2017 führten wir Fallstudien in Mexiko, in den Palästinensischen Gebieten und in Südafrika durch, um die von Brot für die Welt geförderte Menschenrechtsarbeit genauer zu untersuchen.

In der dritten und abschließenden Phase, der Synthesephase, wurden die Erkenntnisse aus der Desk- und der Feldphase zusammengeführt, Handlungsempfehlungen entwickelt und gemeinsam mit den relevanten Akteuren diskutiert.