Evaluation des Projekts „Prisma Sachsen – Radikalisierung erkennen, Deradikalisierung begleiten, Kompetenzen bündeln“

Projektformat: Evaluation/Wissenschaftliche Begleitung

Auftraggeber/Fördergeber: Violence Prevention Network e.V.

Projektdurchführende: Dr. Birgit Glock, Wolfgang Stuppert, Jonas Köhler

Laufzeit: 01.10.2017 – 31.12.2019

Projektbeschreibung

Die Evaluation von „Prisma Sachsen“ zielt darauf ab, Potentiale herauszuarbeiten, die sich aus einem vernetzten und integrierten Vorgehen interner und externer Maßnahmen bei der Prävention und Deradikalisierung im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe ergeben. Im Rahmen des Modellprojekts "Prisma Sachsen" werden Fort- und Weiterbildungen für Mitarbeiter im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe des Landes Sachsen durchgeführt, Einzeltrainings, Gruppentrainings und Biographie-Werkstätten für radikalisierungsgefährdete Gefangene angeboten, sowie weitere Maßnahmen in der Prävention, Deradikalisierung und Ausstiegsbegleitung umgesetzt.

Im Rahmen der Evaluation werden die handlungsleitenden Vorstellungen zu Radikalisierungsprozessen von Mitarbeitenden ausgewählter Justizvollzugsanstalten identifiziert, sowie die im Modellprojekt umgesetzte externen Maßnahmen danach bewertet, inwieweit sie sich als besonders geeignet und wirkungsvoll erweisen. Zur Datengewinnung wird auf leitfadengestützte Experteninterviews, standardisierte Online-Befragungen und Fokusgruppendiskussionen zurückgreifen. Die Analyse erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalysen und statistischen Auswertungen. Mit Hilfe einer qualitativ-vergleichenden Analyse werden Gelingensbedingungen erfolgreicher Maßnahmen formuliert. Darüber hinaus wird ein Prozess zur Qualitätsentwicklung initiiert, bei welchem Qualitätskriterien für Kooperation und Vernetzung dialogisch mit den maßgeblichen Akteuren des Projekts entwickelt werden.