Resiliente Sozialräume und Radikalisierungsprävention

Projektformat: Forschung

Auftraggeber/Fördergeber: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Projektdurchführende: Sabine Behn, Jasmin Rocha, Victoria Schwenzer, Dr. Almut Sülzle

Laufzeit: 01.07.2019 – 30.06.2022

Weitere Informationen unter: https://www.bmfsfj.de, https://www.demokratie-leben.de

Projektbeschreibung

Zentrales Ziel des im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" geförderten Forschungsprojekts „Resiliente Sozialräume und Radikalisierungsprävention“ ist es, Resilienzfaktoren von Sozialräumen gegenüber islamistisch begründeten Affinisierungs- und Radikalisierungsprozessen am Beispiel zweier ausgewählter innerstädtischer Gebiete nachzuzeichnen und Empfehlungen für die Prävention in sozialräumlichen Netzwerken abzuleiten.

Das Forschungsprojekt untersucht in drei Phasen das Resilienzpotenzial von Sozialräumen.

Erstens werden Phänomene von Affinisierungs- und Radikalisierungsprozessen in zwei innerstädtischen Sozialräumen erforscht.

Zweitens werden Strategien von Akteuren im Sozialraum, die Radikalisierungstendenzen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen entgegenwirken, untersucht. Das Forschungsprojekt nimmt dabei zum einen eine sozialräumliche Perspektive auf die professionellen und semi-professionellen Akteure und ihre Vernetzungsstrukturen ein, zum anderen eine Perspektive auf soziale Interaktionen in Familien, Schulen, Jugendeinrichtungen und Peer-Gruppen hinsichtlich der Stärkung der Resilienz von Kindern und Jugendlichen.

Drittens werden auf Basis der empirischen Ergebnisse des Forschungsprojekts Schlussfolgerungen für die Präventionsarbeit in Quartieren und sozialräumlichen Netzwerken entwickelt. Diese werden in Qualitätszirkeln mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis bewertet und validiert. Das Ergebnis bildet neben dem Forschungsbericht ein Leitfaden für die sozialraumorientierte Resilienzförderung gegenüber religiös begründetem Extremismus – unter besonderer Berücksichtigung der Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit.

Es werden sowohl sozialräumliche Methoden aus der Stadtsoziologie und -ethnologie als auch qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung, die sich auf individuelle und kollektive Deutungsmuster und Lebenswelten sowie auf Expertenwissen beziehen, angewendet.

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Das Bundesprogramm Demokratie leben! wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.