Wirksamkeitsorientierte Evaluation der PVO (Partner vor Ort) der BAMF-Beratungsstelle "Radikalisierung"

Evaluation der Projekte "Beratungsstelle Leben" und des "Beratungsnetzwerkes Grenzgänger"

Projektformat: Evaluation/Wissenschaftliche Begleitung

Auftraggeber/Fördergeber: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Projektdurchführende: Dorte Schaffranke, Dr. Juliane Kanitz, Dr. Kari-Maria Karliczek, modus - Zentrum für angewandte Deradikalisierungsforschung gGmbH

Laufzeit: 01.06.2021 – 31.08.2022

Projektbeschreibung

Die Projekte „Beratungsstelle Leben“ und „Beratungsnetzwerk Grenzgänger“ bewegen sich in einem kontextsensitiven Gefüge, einerseits aufgrund des hochsensiblen Themenfeldes „Extremismus“ andererseits aufgrund ihres gewählten Beratungsansatzes. Gleichzeitig ist Beratungsarbeit generell mit vielschichtigen Herausforderungen konfrontiert, die sich etwa auf die Wahl geeigneter Methoden und Ansätze, die individuelle Problemerfassung und -analyse, die Ziel- und Hilfeplanung oder die Vernetzung mit unterschiedlichen relevanten Akteuren beziehen.

Die Evaluation der „Beratungsstelle Leben“ und des „Beratungsnetzwerks Grenzgänger“ hat deshalb zum Ziel, zunächst die der Beratungsarbeit zugrundeliegenden Wirkannahmen zu überprüfen und die Prozesse der Erfassung von Problemlagen und Umsetzung der Beratungsarbeit nachzuzeichnen und zu analysieren. Auf dieser Grundlage soll bewertet werden, welche Maßnahmen (i.S. von Methoden und Ansätzen) sich in welchen Kontexten bewähren und ggf in „Best Practice“ überführt werden können. Hierfür werden eine wirksamkeitsorientierte Evaluation sowie eine Konzept, Prozess- und Netzwerkevaluation durchgeführt.

Zusammen mit modus ZAD wird ein Dimensionenmodell der Deradikalisierung entwickelt, dass im Sinne eines holistischen Verständnisses (systemisch und klient*innenzentriert) Kausalitäten der Beratungsarbeit mit Blick auf individuelle Distanzierungsprozesse vom islamistischen Extremismus beobachtbar machen soll.